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Montag, 8. Februar 2010, 19:24

Höhere Samplingrates beim Mastering-macht das Sinn?

Hallo Forummitglieder!
Ich ziehe in Erwägung kräftig zu Investieren und mir einen HIGH-END Wandler zu besorgen. Der sollte mit hohen Sampligraten gut umgehen.
Lohnt sich das überhaupt?

Danke schon mal für eure Tips ?:?

2

Mittwoch, 10. Februar 2010, 00:06

Hi,

je höher die Samplingrate um so genauer die Abtastung des Audiosignals in der Sekunde. Somit können höhere Samplingraten das Signal auch besser abbilden. Des weiteren sind vernünftige A/D Wandler auch sehr rauscharm und haben einen sehr hohen Rauschspannungsabstand. Höhere Samplingraten bieten dir eine größere Dynamik. Der Umfang der Dynamik errechnet sich aus der Halbierung der Samplingrate. Somit hat eine Samplingrate von 44,1 kHz eine Dynamik von 20Hz - 20 kHz was der Dynamik des menschlichen Ohrs. Eine Samplingrate von 96 kHz entspricht also nahezu der Aufnahmequalität von analogen Geräten. Obwohl beim Dithern und Bouncen alles auf 16 Bit und 44,1 kHz umgerechnet wird ist die Klangqualität beim arbeiten mit höheren Samplingraten besser.

LG Marek
„Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.” Gustav Mahler

3

Freitag, 19. Februar 2010, 17:04

Aber wozu die 96 wenn man für die CD sowieso auf 44,1 runter rechnen müsste?
Bringt das was mit höheren Samlingraten zu arbeiten?

LG leader

4

Freitag, 19. Februar 2010, 18:18

Bei höheren Samplingraten wird das Signal ja genauer abgetastet. Dabei ist es so das die Frequenzen und vor allem die höheren Frequenzen viel besser abgetastet werden und der Klang einfach frischer, brillanter und transparenter ist. Das ändert sich auch nur gering beim umrechnen. Die Dynamik ergibt sich aus der Halbierung der Samplingrate. Das heisst theoretisch steht dir ein Dynamikumfang von 96:2= 48 also 20 Hz bis 48 kHz zu Verfügung. Somit kann es theoretisch auch nicht zu Clippings kommen. Am Ende bleibt mehr Klang drin. Warum es genau so ist kann ich dir nicht sagen ich bin kein studierter Tontechniker und hier geht es nämlich darum wo die einzelnen Bits beim Umrechnen wegfallen und wo nicht. Soweit mir bekannt, sind 24 Bit und eine Samplingrate von 48 kHz bis 96 kHz Standard in Studios. Aber vielleicht kann mich ja jemand hier im Bezug auf meine Aussage unterstützen und es fachlich erklären.

LG Marek
„Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.” Gustav Mahler

5

Freitag, 26. Februar 2010, 13:00

Der größere Dynamikumfang ergibt sich eher aus den höheren Bitraten als aus den Samplingraten. Sicherlich spielt die Sampligrate auch dabei eine wichtige Rolle aber primär bezieht sich die Dynamik auf die Bitauflösung. Je höher die gewählte Bittiefe ist, umso geringer ist die Gefahr, dass hörbare Übersteuerungen /Clippings auftreten.

Während man eine Erhöhung der Samplerate von 44.1kHz auf 96kHz nicht oder nur schwer wahrnehmen kann, ist eine Erweiterung der Samplebreite(Wortbreite) von 16 auf 24Bit für das Ohr deutlich hörbar.

24bit-44.1KHz= mehr wahrnehmbarer Dynamik, als 16bit -44.1KHz.
24bit-96KHz = mehr Dynamik als 24bit-44.1KHz

So spielt die Samlingrate natürlich eine wichtige Rolle für die Dynamik aber viel entscheidender dafür ist die Bitrate, denn ihre Erhöhung oder Verringerung wird von unserem Gehör deutlicher Wahrgenommen.