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1

Mittwoch, 11. Mai 2011, 22:23

Akustik meines Raumes optimieren

Hallo

Ich möchte mit möglichst wenig Aufwand in die nächste Runde gehen und würde meinen Raum (Büro) dazu leicht anpassen. Es muss schnell zum Aufbauen und Abbauen gehen, weil ich darin ja auch arbeite.
Maße sind 8 m lang und 4 m breit. Parkettboden, Wände verputzt, seitlich große Glaswände. Im Anhang ein Bild.

Die Glaswände kann ich mit Plisses (Jalousien), die gerippt sind, komplett verdecken. Am Boden wo ich stehe kann ich einen Teppich mit ca. 2 x 2 m hinlegen. Auf der gegenüberliegenden Wand, wo ich hinsinge, könnte ich eine Spanplatte mit aufgeklebten Eierkartons hinstellen. Auf der Decke habe ich leider keine Möglichkeit.
Wäre das schon eine wesentliche Raumverbesserung?
Wenn ich singe habe ich ca. 4 m Abstand bis zur ersten Wand in der Front (wo die Eierkartons wären).




Vg
Gerhard

2

Mittwoch, 11. Mai 2011, 22:28

Hallo Gerhard!
Willkommen im Forum. :yes3:

Zitat

Ich möchte mit möglichst wenig Aufwand in die nächste Runde gehen und würde meinen Raum (Büro) dazu leicht anpassen. Es muss schnell zum Aufbauen und Abbauen gehen, weil ich darin ja auch arbeite.
Maße sind 8 m lang und 4 m breit. Parkettboden, Wände verputzt, seitlich große Glaswände. Im Anhang ein Bild.

- Dann wären flexible Stellwände die einzige Lösung:

http://www.mbakustik.de/main.php?target=…a070594a60ee3a3
http://www.mbakustik.de/main.php?target=…a070594a60ee3a3
http://www.mbakustik.de/main.php?target=…a070594a60ee3a3

Die Glaswände kann ich mit Plisses (Jalousien), die gerippt sind, komplett verdecken. Am Boden wo ich stehe kann ich einen Teppich mit ca. 2 x 2 m hinlegen.
- Ja sehr gut!

Auf der gegenüberliegenden Wand, wo ich hinsinge, könnte ich eine Spanplatte mit aufgeklebten Eierkartons hinstellen.
Bitte keine Eierkartons! Am besten nirgendwo!

Auf der Decke habe ich leider keine Möglichkeit.
- Das muss aber unbedingt sein. Deine Decke ist nicht hoch genug. Eine dünne Platte aus hochwertigem Schaumstoff würde schon sehr viel bringen.

Wäre das schon eine wesentliche Raumverbesserung?
- Ja ganz bestimmt
Wenn ich singe habe ich ca. 4 m Abstand bis zur ersten Wand in der Front (wo die Eierkartons wären).
- Bitte keine Eierkartons! Es müssen andere Absorptionsstoffe ran. Eine Platte von MB Akustik würde schon sehr viel bewirken.


LG
Konstantin

3

Donnerstag, 12. Mai 2011, 11:22

Vielen dank.

Werde doch im Kellerraum Aufnahmeraum machen. Da kann ich auch bei der Decke was machen. Leider alles betonierte Wände. Daher basteln mit Steinwolle und Bettmatratzen? Grösse 4 x 4 m

4

Donnerstag, 12. Mai 2011, 11:41

Hallo Gerhard,
für die Decke könnte ich mir noch eine Art Baldachin vorstellen. Du könntest dir aus Dickem Stoff (ähnlich einem dicken Vorhang oder schwerem Samt) eine größe Fläche nähen oder nähen lassen, die du dann mit mehreren Ösen und Haken an der Decke befestigst, sodass du den Stoff zügig auf- und abhängen kannst. Wenn du ihn nicht nur an den Ecken befestigst, sondern auch an verschiedenen Stellen "mittendrin", bekommst du eine Wellenbewegung in den Stoff, sodass die Decke nicht mehr parallel zur Bodenfläche ist und das Textil gleichzeitig als Höhen- Mittenabsorber fungiert. Wenn du mehrere Bahnen benutzt, sodass nicht direkt die gesamte Raumbreite duch eine Stofffläche abgedeckt ist, kannst du einen Schaumstoff (wie von Konstantin erwähnt) mit einnähen, sodass die Schallabsorbtion noch besser wird. Das hat zwar zur Folge, dass du das Tuch nicht mehr zusammenfalten kannst, aber durch die schmaleren Bahnen kannst du die Bahnen aufrollen und in einen Schrank stellen.
Das mit dem Teppich musst du einfach mal ausprobieren. Ein Holzboden hat unter Umständen sehr schöne klangliche Eingeschaften, die du dir durch Ausprobieren zunutze machen kannst. Zwar ist das dann eine harte Reflexionsfläche, aber diese muss nicht unbedingt negativ sein. Mach einfach mal eine Aufnahme mit und ohne Teppich und entscheide selbst, was dir besser gefällt.
Die von Konstantin vorgeschlagenen Stellwände halte ich auch für die beste Lösung. Diese kannst du dir im Selbstbauverfahren zwar auch selbst zusammenschustern, aber wenn du die richtigen Materialien nimmst, wirst du von Preis her kaum an die in Masse gefertigeten Produkte ran kommen.
Herzliche Grüße,
Till

5

Donnerstag, 12. Mai 2011, 11:45

:) Matratzen an die Decke basteln geht natürlich auch... aber was hast du im Keller für ne Deckenhöhe? Du musst auch noch drin stehen können... Auch Steinwolle ist möglich, diese kannst du in Holzgerüste einbauen und hinterher mit Stoff abdecken, sonst wirds auf Dauer immer eine kratzige Angelegenheit bleiben!

6

Donnerstag, 12. Mai 2011, 14:51

Raumakkustik

Vielen Dank und ich bin echt beeindruckt für die raschen tipps. ich werde nun noch etwas nachdenken.

habe mal eine kurze probeaufnahme gemacht mit Schaumstoff-Bettmatratzen in die gesangsecke gestellt und auf die decke schaumstoffmatten (wie man sie z.b im schwimmbad als unterlergmatte verwendet) wellenförmig auf die decke gestiftet - klingt jetzt schon wesentlich besser - mal schaun, was da rauskommt. werde mir aber noch ein holzgerüst basteln und darin die steinwolle geben und mit stoff umwickeln für die gesangsecke.

vg
gerhard

7

Donnerstag, 12. Mai 2011, 14:54

werde mir aber noch ein holzgerüst basteln und darin die steinwolle geben und mit stoff umwickeln
Ja Steinwolle ist eicht genialer Tipp. So günstig und einfach bekommt man Bassprobleme nicht in den Griff! :yes3:

Grüsse und willkommen bei uns! biggrin
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8

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:02

Bassprobleme bekommt man mit Steinwolle nur begrenzt in den Griff. Bei einer Gesangsaufnahme treten diese glücklicherweise nicht so häufig auf. Jedoch sieht das bei anderen Musikaufnahmen schon wieder anders aus, gerade in der Regie, wenns ums eigentliche Mischen geht. Man kann aber auch hier mit ein wenig Selbstbau abhilfe schaffen. Beispielsweise kann man sich einen Holzrahmen basteln (z.B. 1,5m x 1m x 0,3m - h x b x t), den man mit Steinwolle auskleiden und eine Deltafolie relativ locker drüber spannen. Anschiließend wieder einen Holzrahmen mit einem dünnen Stoffbezug drüber nageln. Dieser Breitbandabsorber wird dann an die Wand montiert. Das sieht zudem noch schick und professionell aus ;) Einer wird zwar kaum reichen, aber mit 3 oder vier ist man schon gut dabei! Die Steinwolle absorbiert in diesem Fall die Hohen und Mittigen Frequenzen, während die lockere Delta den Bassbereich dämpft. Preiswert ist es aber in Jedem Fall und auch Steinwolle (da gebe ich gerne Recht) mach auch im Tieffrequenten Bereich ordentlich was aus.

Grütze,
Till

9

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:09

Bassprobleme bekommt man mit Steinwolle nur begrenzt in den Griff.
Ja es kommt auf die Masse(Grösse) an!





Das Zeug kann Wunder bewirken, das habe ich schon selbst erlebt. :yes3:
Aber selbstverständlich ist die Begrenzung der Bassprobleme keine einfache Angelegenheit.
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10

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:15

Hahaha, wenn du diese Masse von Steinwolle auf dem Bild ein ein 3x3 Meter Raum reinschmeisst, verzweifelt sogar der langwellige Bass! Da kommen dann keine Probleme auf einen zu :D

11

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:19

jawohl genau das meinte ich.

aber jetzt nicht die ganze Masse wie auf dem Bild. 4 Einheiten reichen völlig aus.
In jede Ecke so einen fetten Brocken von 50cmx100cmx60cm hinstellen. Dann ist alles im Butter. Und so gross sind die DInger auch nicht. biggrin
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12

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:24

Hey, keine schlechte Idee! Wenn man dann das ganze noch mit Steckbleck umkäfigt und dieses wieder mit einem dünnen stoff umspannt, sieht das ganze auch garnicht mehr so scheiße aus ;) Das Blech kann man sogar dann noch in eine runde Form biegen... das dann in die Ecke an die Wand gehängt ist dann wahrscheinlich sogar zeimlich chick!Wenn man dann so eine "Tonne" aus Steckblech hat, aber das Material nicht zu feste reinstopfen, sonst wirds zu dicht und fängt wieder keinen Bass auf! Generell aber echt cool!

13

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:28

aber das Material nicht zu feste reinstopfen, sonst wirds zu dicht und fängt wieder keinen Bass auf!
:yes3:

Ich würde die Umspannfolie dran lassen, damit sie alles beisammen hält. Aber unbedingt einige große Löcher in die Folie reinschneiden damit das Teil auch wirklich was schluckt und absorbiert. Die Löcher sind sogar notwendig, sonst würde dies nur bedingt funktionieren -das mit der Absorption.
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14

Donnerstag, 12. Mai 2011, 15:31

Wenn man den Käfig aus Steckblech baut, würde ich auf die Folie verzichten um eine möglichst rauhe und faserreiche Oberfläche zu erhalten. Anstonsten auf jeden Fall Löcher rein! Möglicherweise wäre es sogar lohnenswert, vereinzelte Löcher in die Steinwolle reinzuschneiden, um dem Schall noch mehr Möglichkeit zu geben, Energie zu verlieren. Gerade für die langwelligen Bässe könnte das von Vorteil sein!

15

Donnerstag, 12. Mai 2011, 16:17

Man braucht noch nicht mal nen Käfig bauen. nimm 4 Platten (bei 8cm Stärke), 2 hintereinander, zwei oben drauf, spann das ganze nicht zu fest in Rieselfolie und zur Optik mit schönem Stoff überziehen, So bekommt man Bassabsorber die 2m hoch sind und in jede Ecke passen sollten. Wirkt schon fast Wunder. Die Rieselfolie braucht man unbedingt, da das Zeug auf Dauer nen ganz fiesen feinen Staub produziert, der böse in der Lunge kratzt. Manch einer reagiert sogar allärgisch.
guckst du hier: Teckiblog :D Tontechnik leicht erklärt

16

Donnerstag, 12. Mai 2011, 16:35

whow

danke allseits, habe heute mehr erfahren und gelernt, wie die letzten monate zusammen. jetzt werd ich mal die tipps probieren. Das mit in die Ecke stellen von der steinwolle hat mir besonders gut gefallen. Geht schnell, man kann bei jeder Ecke mal schnell probieren, wos am besten passt, sonst wo anders hin stellen usw. Und wenns auf dauer sein soll, mit schönem bezug umwickeln - ist schön und gut für die lunge und die augen...


vg
gerhard

17

Donnerstag, 12. Mai 2011, 16:37

Geht schnell, man kann bei jeder Ecke mal schnell probieren, wos am besten passt, sonst wo anders hin stellen usw. Und wenns auf dauer sein soll, mit schönem bezug umwickeln - ist schön und gut für die lunge und die augen...
:yes3: