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Freitag, 29. Juli 2011, 14:35

Besseres Audio Interface oder besseres Mikro?

Hi Leute!

Bin schon relativ lange am Aufnehmen von Musik, war bisher aber nie zufrieden mit der
Qualität. Jaszmans Testdatei zum Thema ->>>Besseres Audio Interface oder besseres Mikro?

Kenne durch den Besuch der SAE die Grundregeln der Tontechnik... sollte hier also
kaum etwas falsch machen. Seitdem schiebe ich die schlechte Qualität immer wieder der
dürftigen Technik in die Schuhe. Verwende derzeit ein M-Audio ProjectMix I/O mit einem
Audio Technika AT-2020 Kondensatormikrofon. (W7, fostex pm 0.5mkii, pt 8,
kleiner raum-im-raum aufnahmeraum)

Nun meine Frage: Soll ich lieber in eine MBox Pro 2 oder in ein AKG C214 investieren?
(Oder anderes Interface mit PT9?)

Oder viel wichtiger: Sind halbwegs professionelle Aufnahmen überhaupt mit derartigem
Equipment möglich, oder muss ich zwingend auf Geräte der oberen Preisklasse (RME, Motu,...)
zurückgreifen?

Wär super, wenn mir jemand aus meiner Misere helfen könnte. Sonst verzweifle ich noch irgendwann...

Cooles Forum jedenfalls... danke schon mal im Voraus...

lieben Gruß!

ToneQuake

Tonstudio-Forum Entwickler

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2

Freitag, 29. Juli 2011, 15:21

Hallo Jaszman !

Es wäre wirklich hilfreich wenn du uns wenigstens eine deiner Aufnahmen, bei der du nie zufrieden warst, zum Probehören geben würdest. Du musst sie ja nicht unbedingt der ganzen Formgemeinde präsentieren ,wenn du nicht möchtest. Du kannst sie in die Webdisk hochladen und dann hierher velinken.

Vielleicht hängen deine Qualitätsprobelme mit deiner Aufnahmeumgebung(Akustik etc.) zusammen. Dann bringen auch die teuersten Wandler wenig.

Gruß

3

Freitag, 29. Juli 2011, 15:39

Hi!

Welche Musik machst du?
Arbeitest du viel mit Samples?

Grüsse
Wenn Ihr das Tonstudio-Forum unterstützen möchtet, dann kauft einfach euer
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4

Freitag, 29. Juli 2011, 16:05

Hab nun eine Testdatei unter Jaszmans Testdatei zum Thema ->>>Besseres Audio Interface oder besseres Mikro?
Vielleicht ist das Problem ja auch nur meine Stimme... oder die schlechten Monitorboxen,
die mir das Mischen verunmöglichen... in dem Beispiel ist jedenfalls nur die Stimme das
Kriterium, das Piano ist, soweit ich mich erinnern kann, simuliert.

Ich arbeite doch hin und wieder mit Samples ja... das Problem liegt aber nur bei
Aufnahmen von Gesang, Gitarren, usw. über das Mikro... die virtuellen Instrumente
von NI klingen super. (Musik ist ganz unterschiedlich: Blues, Jazz, Alternative, Rock, Pop,...)

Liebe Grüsse!

5

Freitag, 29. Juli 2011, 16:47

Eins kann ich Dir gleich sagen, nachdem ich den File probegehört habe.

Zitat

Verwende derzeit ein M-Audio ProjectMix I/O mit einem Audio Technika AT-2020 Kondensatormikrofon.
Daran liegt`s nicht. :accute:

Und das ist quasi ein Song den du verbessert haben möchtest?! Richtig?
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6

Freitag, 29. Juli 2011, 21:59

Naja, eigentlich nicht wirklich. Eigentlich will ich nur, dass die Stimme
wirklich rein klingt und nicht so verwaschen und dumpf... hab schon
viel mit den EQs gespielt und Kompressoren eingesetzt, aber es klingt nie
so rein, wie bei professionellen Aufnahmen...
dieser Song war praktisch nur ein weiterer Versuch eine gute Aufnahme
hinzukriegen...

7

Freitag, 29. Juli 2011, 22:15

Lade doch mal bitte nur die Vocalspur ein Mal mit allen Effekten(alle die du bei Vocals eingesetzt hast) hoch und ein Mal ohne alles.

Und bitte keine mp3. Wave/AIFF 16bit würde reichen.

Gruss
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8

Sonntag, 31. Juli 2011, 14:34

Habs grad unter Showroom/Projekte testclean.wav und testbearbeitet.wav hochgeladen... danke für die Hilfe!

9

Sonntag, 31. Juli 2011, 21:07

Hallo Jaszman,
das ist eine sehr schwierige Frage.
Ich habe mit beide Versionen angehört und mein erster Eindruck ist, dass die Stimme etwas kraftlos rüberkommt.
Nimm mir dies bitte nicht übel. Die Stimme ist gut; klingt aber so "dahergesungen".
So singt man vielleicht zum Ausprobieren oder zur Melodiefindung beim Komponieren.

Bei einer Aufnahme sollte schon mehr Druck erzeugt werden.
Singen ist keine Nebensache - aber so klingt die Aufnahme irgendwie.
Vielleicht ist das Problem ja auch nur meine Stimme

Das könnte ich mir vorstellen, wobei es nicht die Stimme selbst ist, sondern die Art der
Intonation.

Ich würde es noch mal mit mehr Druck versuchen bevor ich über anderes Equipment oder
andere Bearbeitung nachdenke.

Gü-Mix

10

Sonntag, 31. Juli 2011, 21:59

Danke für den Tipp! Werd mir Deinen Ratschlag zu Herzen nehmen...
wenn ich das kann. Singen gehört leider nicht zu meinen Naturtalenten...
lg :-)

11

Sonntag, 31. Juli 2011, 22:43

Singen gehört leider nicht zu meinen Naturtalenten...

Das muss auch nicht sein. Singen lässt sich erlernen.
Leider denken viele Menschen, dass Singen so nebenbei erledigt wird.
Das stimmt gewiss nicht!
Guckt man z.B. nach den großen Musikern der Welt:
Sie singen ODER spielen ein Instrument (von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen).
Tatsache ist doch, dass eindrucksvolle Musik in erster Linie über den Gesang definiert wird.

Sorry für die Ausschweifung. Aber das muss ja auch mal gesagt werden.
Vielleicht ein gutes Thema für einen gesonderten Thread. Es gäbe unendlich viel darüber zu sagen.

Zurück zu diesem Thread:
Werd mir Deinen Ratschlag zu Herzen nehmen...

wenn ich das kann
Ja bitte! Warum solltest Du es nicht können?
Mut und etwas mehr Kraft könnte schon hilfreich sein!

Allerdings muss dieser Tipp nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Ich meine jedoch, dass Du hiermit schon mal weiterkommen würdest.

Gü-Mix

ToneQuake

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12

Montag, 1. August 2011, 13:53

Also meiner Meinung nach, klingt die unbearbeitete Variante um einiges besser, als die Bearbeitete.

Lade doch mal bitte nur die Vocalspur ein Mal mit allen Effekten(alle die du bei Vocals eingesetzt hast) hoch und ein Mal ohne alles.

Und wo ist der Hall geböieben? Wie im ersten Beispiel?
Jaszmans Testdatei zum Thema ->>>Besseres Audio Interface oder besseres Mikro?

Ich würde sagen du hast durch die Nachbearbeitung einiges verschlimmbessert. :accute:

das Problem liegt aber nur bei Aufnahmen von Gesang, Gitarren, usw.

In welcher Umgebung nimmst du die Stimme auf? Gesangskabine - wie gross? Oder einfach im Regieraum? Ich hab den Eindruck, dass deine Stimme etwas Raumresonanzen im Bereich um die 300Hz(250Hz bis 1kHz) abbekommen hat.



Gruß ;)

13

Montag, 1. August 2011, 19:00

@Gü-Mix: es ist ja leider nicht so, dass ich jetzt das erste Mal singe... seit etwa 4 Jahren singe ich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde. Und davor habe ich auch einige Jahre "probiert". Ich versuche das Singen durch Tipps und durchs Zuhören zu erlernen. So langsam glaube ich aber, dass ich Gesangsunterricht brauche... mal sehen. Ich versuchs mal mit ein wenig Kraft und Mut :-)

@Al-Mastering: Sag ich doch. Bin sehr unglücklich mit dem Ergebnis. Zumindest weiss ich jetzt, dass es einerseits an meiner Stimme und zweitens an meinen Fähigkeiten in der Nachbearbeitung geht. Ich habe mir eine relativ schalldichte Kabine gebaut (2x1,5x2m) - diese von innen mit Akustikschaumstoff ausgestattet... falls diese Kabine ein Fehler war, kann ich jetzt kaum mehr etwas ändern... eventuell hängt man einfach ein paar Segel in die Ecken?! ... oder gibt es noch andere Möglichkeiten um Raumresonanzen zu vermindern?...

Danke für Eure Anteilnahme!!!

ToneQuake

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14

Dienstag, 2. August 2011, 18:06

Das Problem ist, so eine enge Kabine kann ganz schnelle zu einer "Hallkammer" mutieren.
Man bekommt dann meistens Probleme im Bereich von 250 bis 1,5kHz. Das muss bei DIr jetzt nicht unbedingt der Fall sein!

Du könntest z.B mal versuchen mit der offenen Tür aufzunehmen, sowas kann wunder bewirken. Oder eben mehr bassabsorbiereden Material reinstellen. Auch die Änderung der Aufnahmeposition sollte man ausprobieren. Testen, testen, testen und schauen, dass man einen druckvolles und kein druckvollschwammiges Klangbild reinbekommt.

Verwendest du während der Aufnahmen -vor dem Sequenzer, irgendwelche Limiter oder Kompressoren?

Gruss

15

Mittwoch, 3. August 2011, 23:16

Danke für die guten Ideen. Ich seh schon - ich muss da ein wenig flexibler denken.
Das mit der offenen Tür muss ich gleich mal ausprobieren. Vielleicht hilft auch eine
doppelte Lage Schaumstoff... hab da noch was übrig...
Hab bei der Aufnahme übrigens keine Limiter, Kompressoren etc. vor dem Sequenzer...
sollte ich? Ich melde mich dann, wenn ich damit ein besseres Ergebnis bekomme.
Schöne Grüsse!

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Donnerstag, 4. August 2011, 09:51

Hey Jaszman,

eine doppelte Lage Schaumstoff wird das Problem mit den tieffrequenten Raumresonanzen auch nicht lösen können. Schaumstoff ist zu feinporig, als das er die Energie der langwelligen, tiefen Frequenzen absorbieren könnte.
Es gab hier schon die ein oder andere Selbstbauidee und Lösung, wie man sich mit relativ einfachen Mitteln einen Bassabsorber bauen kann, der auch die unteren Mittenbänder mit einbezieht. So kannst du z.B. einfach ein Paket Rockwool kaufen, (relativ große, durchgehende) Löcher reinschneiden und mit einem dünnen Stoff ummanteln, damit es keinen Flug von kleinen Fasern gibt. Davon dann einfach zwei in zwei nicht diagonalgelegene Ecken gestellt und gut is!
Hierzu findest du im Akustikbereich dieses Forums eine Menge Anregungen. Vielleicht hilft dir das ja noch etwas weiter.

Dein technisches Equipment würde ich vorerst auch nicht verändern, damit lässt sich in jedem Fall was ordentliches aufzeichnen.

Die Frage bezüglich der Kompressoren oder Limiter wurde wahrscheinlich gestellt, da man mit falschen Parametereinstellungen auch Druck aus einer Aufnahme nehmen kann und diese damit nur verschlimmbessert. Einen Limiter könntest du einsetzen, um das Überfahren deiner Wandler auszuschließen (was ich aber nicht machen würde, da du im Studiobetrieb genug Möglichkeiten hast, den Pegel unter Kontrolle zu behalten und der Hardwarelimiter unter Umständen klangfärbend ist). Solltest du dein Signal schon bei der Aufnahme komprimieren wollen, steht dem nichts im Wege, solange du es nicht übertreibst. Dazu solltest du aber das Problem mit den Raumresonanzen in den Griff bekommen, denn diese würden mitkomprimiert... das macht es nicht gerade leichter, diese Überbetonungen im Anschluss etwas heraus zu filtern. Generell würde ich nicht mehr als "ankomprimieren" und das eigentliche Maß der Gainreduction erst im finalen Mix festlegen. So bleibt die volle Flexiblität beim kreativen Mixing vorhanden.

Viel Erfolg!
Herzliche Grüße,
Till

ToneQuake

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17

Donnerstag, 4. August 2011, 12:13

Solltest du dein Signal schon bei der Aufnahme komprimieren wollen, steht dem nichts im Wege, solange du es nicht übertreibst.
Wenn man`s gut kann dann ja, macht man was falsch, dann gibt`s kein zurück mehr. ^^
Vielleicht doch lieber die Kompression in den Mix verschieben.