Hey Kane,
herzlich willkommen im Forum!
zu 1: MDF eigenet sich nicht sonderlich gut zum akustischen Ausbau, da diese Platten ein ähnliches Schwingverhalten haben wie Holz. Akutsikplatten von Rigips (Rigips die blaue) sind hier die bessere Wahl. Auch der preisliche Vorteil liegt auf der Seite von Rigips.
Guck mal hier:
http://www.rigips.de/de/3/0/837/seite_1/…trockenbau.html
Hier findest du von Rigips vorgeschlagene Konstruktionsbeispiele mit den dazugehörigen Dämmwerten.
zu 2: Verstehe ich das richtig, dass ihr die Fenster zu bauen wollt? Tageslicht und eine gute Luftzufuhr am Arbeitsplatz ist wirklich wünschenswert. Eine Wand vor die Fenster zu ziehen... ich würde mir das überlegen. Sind die Fenster in einer Aussenwand? Ich halte es für vernünftiger in diesem Fall das Geld in Isolationsfenster zu investieren. Die normalen Doppelglasfenster, die man mittlerweile fast überall im Haus hat, reichen an der Stelle im Normalfall aus, da es sich bei dem Raum um die Regie und kein Studio handelt, wo Iaute Instrumente aufgezeichnet werden.
Absorber: Ein
Absorber "schluckt" die Schallenergie. Noppenschaum bietet dem Schall mit den kleinen Pyramiden auf der Oberfläche viele Stellen, wo sich dieser brechen kann und verläuft. Die kurzen
Wellen dringen in die Poren oder werden von den Pyramiden immer wieder reflektiert, wobei sie an Energie verlieren und schließlich komplett ausgelöscht sind. Für verschiedene Frequenzbereiche gibt es die passenden Materialien und Bauweisen, sodas auch langwellige Frequenzen auf diese Weise eliminiert werden können.
Diffusor: Diffusoren sind meisstens aus harten Materialien gebaut. Sie schluchen im Gegensatz zum
Absorber die Schallwellen nicht, sondern brechen diese nur, sodass sie z.B. nicht von gegenüberliegenden Wandflächen hin und her geworfen werden. So kann der Effekt von Flatterechos, stehenden
Wellen oder ähnlichem vermhindert werden, ohne dass der Frequenzgang des Raumes wesentlich beeinflusst wird.
Um die Akustik des Studios zu verbessern, würde ich auf Breitband- und Bassabsorber zurückgreifen. Wieviele davon nötig sind, ist schwer zu sagen. Natürlich kommt dann noch hinzu: Wollt ihr die selber bauen, oder lieber fertige Kits kaufen und anbringen?
http://www.thomann.de/de/the_takustik_room_set_1.htm
Mit so einem Set, kommt ihr schon ziemlich weit. Für dieses kleine Studio werden das sogar zu viele Elemente sein, einfach nach und nach anbringen und das Ergebnis checken.
Falls ihr selber bauen wollt, findet ihr ne Menge Anregungen im Akusikforum
zu 3: Ich verstehe die Aussage nicht ganz... wenn ich aber etwas rein interpretiere: Ja, so kann man dämmen! Im Prinzip also Rockwool auf die Wand und mit Rigips verkleiden... oder meinst du was anderes?!
zu 4: Glas hat eigentlich sehr gute Schalldämmwerte. Masse dämmt! Glas ist sehr hart und schwingt verhältnismäßig schlecht

Wenn ihr einfach eine Glasscheibe als Fenster einsetzt, werdet ihr jedoch nicht zufrieden sein. Im Baumarkt oder auch in sonstigen Baubedarfshäusern, bekommt ihr Doppelglasfenster auch ohne Rahmen. Die sind das eigentlich teure an dem Spaß, wegen der aufwändigen Mechanik, die darin verbaut ist. Baut ihr euch die Ramen selber und setzt dann nur noch die Doppelglasscheiben (Scheiben, weil zwei... dann ists dicht) ein, ist praktisch kein Loch in der Wand.
Hier findet ihr eine Richtlinie, wie das im professionellen gemacht wird, wobei das bei euch und für eure Zwecke wohl zu aufwändig wäre... aber sowas als Anhaltspunkt zu nehmen und gegebenenfalls abzuspecken wäre wohl gut.
Hochdämmendes und -absorbierendes Studio-Fenster - Dokument DE19506512A1
zu5: Auch hier gibts, genau wie bei dem Studio, fertige Kits, oder Selbstbaumöglichkeiten. Wie hoch ist euer Budget zur Klangverbesserung?
Alles in allem: Eure Planung gefällt mir sehr gut. Ihr habt sogut wie keine parallelen Flächen in euren Räumen, was die richtig aufwändigen Akusikmaßnahmen überflüssig macht.
Aaaaber: Raum in Raum ist das nicht, was ihr macht! Ihr zieht lediglich Wände. Beim Raum in Raum Prinzip wird tatsächlich ein kompletter Raum in einen anderen gebaut, also auch Boden und Decke, sodass dieser komplett von seiner Umwelt entkoppelt ist. Sinnvoll wäre das bei euch wohl nicht, schätze ich. Kellerräume sind in der Regel nicht wirklich mit hohen Decken gesegnet, baut man Raum in Raum, könntet ihr hinterher gerade noch krumm drin stehen

Für die Zwecke, für die ihr baut, ist das jedoch auch nicht zwangsläufig notwendig. Achtet nur darauf, dass die Wände, die ihr zieht, sauber gearbeitet sind und keine Lücken im Dämmmaterial sind. Dann wird das ein echt geiles Projekt!
Herzliche Grüße,
Till