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Mittwoch, 14. September 2011, 15:13

[Akustik]Homestudio Schwerpunkt Elektronische Musik

Hallo zusammen!

Mit grossem Interesse und Neugier habe ich mich bereits durch einige Threads dieses Forums gelesen und hoffe nun auf ein paar Tipps von euch bezüglich meines "Projekts". Ich würde mir gerne im Keller ein Tonstudio einrichten, rein um elektronische Musik zu machen. Was die Thematik producing angeht bin ich schon recht fit, jedoch möchte ich nun in einem möglichst akustisch optimierten Studio bessere Ergebnisse im Mix erzählen.

Besitze bereits die Yamaha HS80 und den dazu gehörigen Sub, sowie weiteres Equipment das zum produzieren elektronischer Musik gebraucht wird.

Der Kellerraum ist 4,50m Lang, 3,40m Breit und 1,98 Hoch, keine Fenster und eine massive Stahltür sind dort gegeben. Die Tür befindet sich auf der Längsseite, nicht mittig sondern genau in der Ecke. Die Wände sind aus Stein, knapp 50cm Breit. Boden ist auf Beton gefliesst, die Decke nur aus Beton.

Leider hab ich kein Tool um das einfacher optisch darzustellen!

Nun stellt´sich mir nach dem ich viel in diesem Forum in Erfahrung bringen konnte die Frage: Was ist in meinem Fall sinnvoll was grundlegende Dämmung des Raumes angeht. Doppelt Entkoppelt Wände, an allen vier Wänden? Dämmung der Decke und des Bodens? Als ich begann mich in das Thema Akustik einzulesen dachte ich zu nächt,"gut klatsch ich alles voll, Doppelt Entkoppellt,Fliessestrich und dicker Teppich auf den Boden und die Decke im Rahmen der gegebenheiten (Höhe) auch Abdämmen.

Je mehr ich nun aber im Forum stöbere desto klarer wird mir das dies keine Patentlösung ist, ganz im Gegenteil sogar. Andererseits finde ich aber auch nicht wirklich einen, naja, ich nenne es mal , Startpunkt von dem ich anfangen könnte.

Zunächst Messungen im noch nackten Raum?
Welche Grundlegenden Massnahmen kann ich definitv durchziehen bevor es ans mathematische, ans Detaillierte Analysieren der AKustik und dem Gebrauch von Absorbern und Diffusorn geht?
Ist die Beschaffenheit des Raumes überhaupt geeignet?
Stehe noch am Anfang was das Thema Akustik angeht und habe auch vielleicht ein bissl zu viel gelesen und etwas durch einander gebracht,

hoffe auf einen Anhaltspunkt einen Leitfaden , ich weiss einfach nicht wirklich wo ich anfangen soll :help:

Danke schon mal im vorraus,

lg

Floppes

2

Mittwoch, 14. September 2011, 15:56

Hey Floppes,

herzlich wilkommen im Forum!
Schön, dass es dir hier gefällt ;) Wir werden uns Mühe geben, dass das auch so bleibt *lach*

Zunächst etwas allgemeines zum von dir angesprochenen Punkt der entkoppelten Raum in Raum konstruktion:
Soetwas macht nur Sinn, wenn der Raum nach aussen hin isoliert werden soll, z.B. bei einer Trennung zwischen Regie und Aufnahmestudio. Wenn ich dich richtig verstanden habe, gedenkst du dir eine Regie in deinen Keller zu bauen, ohne eine Studioanbindung für akustische Instrumente oder Gesang zu benötigen?! In diesem Fall kannst du getrost auf die Raum in Raum Bauweise verzichten, da Direk- oder Körperschalleinflüsse von draussen deine Produktion nicht beeinträchtigen. Im Gegenzug existiert natürlich nach aussen hin auch nur die Dämmeigenschaft der Wände, was aber mit der Leistung deines Abhörsystems keine großartige Problematik darstellen sollte (für Nachbarn oder ähnliches).

Die 15m² Grundfläche des Raumes sind für eine Regie in Ordnung. Die Deckenhöhe jedoch gibt mir zu denken. Knapp zwei Meter sind zu wenig um eine ausgewogene Akustik herzustellen. Wenn auch keine Dämmung nach aussen notwendig ist, so muss man dennoch im Innern des Raumes einige Akustikverbessernde Maßnahmen in Form von Dämmmaterial anbringen, um die Nachhallzeit frequenzspezifisch anzugleichen und einen liniaren Frequenzgang zu erreichen. Eine Betondecke ist natürlich zu hart, als dass die Reflexionen zu vernachlässigen wären. Da sie aber so niedrig ist, fällt die Möglichkeit diese mit Akustikelementen abzuhängen flach, da man sonst nur noch gebückt reinlaufen kann. Gerade für tiefe Frequenzen, die ja sehr langwellig sind, reicht das Bekleben mit Noppenschaum nicht aus. Alles andere nimmt aber nicht gerade wenig Platz weg und ist somit in dem Raum nicht umzusetzen. Hinzukommt, dass für eine gleichmäßige und ausgewogene Schallausbreitung ein gewisses Raumvolumen zu den physikalischen Grundvorausseztungen gehört, welche ebenfalls aufgrund der Deckenhöhe nicht gegeben ist.

Ganz abgesehen von der Physik des Raumes musst du dir darüber im Klaren sein, dass ein Arbeitsplatz ohne Tageslicht und Frischluftzufuhr alles andere als produktiv ist. Gerade wenn der Raum recht beengt ist, lässt sich ohne Fenster kaum eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen.

Hast du andere Ausweichmöglichkeiten oder ist das die einzige Möglichkeit dein projekt umzusetzen?
Falls nicht, können wir natürlich gucken, dass wir das Beste draus machen und den Raum so weit wie möglich "optimieren", wobei das Ergebnis wohl nicht zufriedenstellend sein wird. Ich befürchte, dass die Investition als "perlen vor die Säue" bezeichnet werden kann.

Herzliche Grüße,
Till

ps: du musst deinen Raum nicht grafisch darstellen... aber damit wir uns den Raum richtig vorstellen können, kannst du gerne ein paar Fotos in deine Galerie hochladen, sodass wir einen richtigen Eindruck des Kellers bekommen!

3

Donnerstag, 15. September 2011, 12:26

Hallo!

Vielleicht lohnt sich noch ein Blick ins Tutorial von Vampire05 :
[Akustik verbessern] - Akustische Optimierung des Regieraumes

Gruß ;)