Hey Suedalpler,
mit RME machst du definitiv nichts falsch! Ich hätte jetzt halt gedacht, dass das deinen Preisramen überschreitet, zumal das Geld ja auch noch für das ein oder andere Mikrofönchen reichen wollte, oder hab ich da was falsch verstanden?
Motu spielt in meinen Augen in etwa der gleichen Liga wie RME. Was korrekt ist, ist die analytische Ader der RME Geräte. Was mir bei Motu sehr gut gefällt, ist die Symbiose zwischen den sehr sauber arbeitenden Lines und den "klingenden" Mikrofonamps. Für Aufnahmen im klassischen Bereich würde ich von den Preamps definitiv RME dem Motu vorziehen, jedoch nicht im Bereich der Unterhaltungsmusik. Je nach Instrument und Mikrofon macht es für mich keinen Sinn die Aufnahme möglichst analytisch zu halten, wenn doch etwas Wärme oder Charakter gebraucht wird. Da bieten die Geräte von Motu ganz gute Kompromisse.
Ich habe unterschiedliche Preamps (Röhre und Transistor, Class A oder auch drunter) für unterschiedliche Anwendungen und Mikrofone. Ich wähle sie so aus, dass ich hinterher möglichst wenig zu bearbeiten habe, dass der Grundsound also bereits steht.
Ob Firewire oder USB... Total egal! USB2 hat einen höheren Datendurchsatz als Firewire, aber bei Audioanwendungen werden diese Datenmengen niemals benötigt. Auch USB1 reicht in der Regel vollkommen aus. Mit der Tonqualität hat das nichts zutun. Die Audiosignale werden bereits in den externen Interfaces von analog in digital gewandelt. Durch die Datenleitung zum PC fließen ausschließlich, wie man bei einer Datenleitung vermuten könnte, Daten! Hier kann am
Klang so einfach nichts mehr geändert werden.
Ich arbeite mit Motu-Karten und Samplitude 11 Pro an einem Win7 64Bit Rechner! Ich hatte bislang keinen Absturz! Sobald das System ordentlich konfiguriert ist, läufts durch wie ein Uhrwerk! Da brauchst du dir kaum Sorgen zu machen.
Welches Interface von Motu du im Endeffekt verwendest, ist recht egal. Natürlich gibts da auch Qualitätsunterschiede, aber die werden eigentlich erst bei den internen Interfaces spürbar, wenn man z.B. das 24I/O mit dem HD192 vergleicht. Bis dahin tut sich kaum was.
Du kannst dir das Presonus ja mal bestellen und gucken, ob du damit zufrieden bist. Es sollte aber vorher gesagt sein, dass es Gründe gibt, warum manche Hersteller sich im professionellen Bereich ethabliert haben und manche nicht! Presonuns spielt im Professionellen Audio keine nennenswerte Rolle!
Ob das Mackie die richtige Wahl ist, weiß ich nicht. Es kommt drauf an, was genau du dir von deinem Interface oder Mischpult versprichst und wie du arbeiten willst?! Willst du einfach nur deine unbearbeiteten Signale aufzeichnen und anschließend digital im Rechner bearbeiten? Dann kannst du auf sowas wie den Mackie Onyx 1220i verzichten. Die Filter etc. die das Signal vor der
Digitalisierung durchläuft, addieren höchstens noch ein Rauschen auf deine Aufnahme drauf. Mit der modernen Digitaltechnik kannst du um einiges sauberer und detailierter in dein Signal eingreifen, als mit dem Mackie! Versteh mich nicht falsch, ich stehe brutal auf Mischpulte und analoge Tontechnik... jedoch nur dann, wenn es sich dabei um wirklich gute Geräte handelt. Mackie macht zwar recht gutes Besteck, aber wenn es um eine saubere Aufnahme geht, würde ich davon Abstand nehmen, wenns möglich ist.
Jaaa, mit analogen Bandmaschinen zu arbeiten ist natürlich was feines

Dass dir da der Preamp Tränen in die Augen treibt, ist normal! Solltest du ihn mal besitzen, geh beim ersten höhren etwas weiter weg... wenn die Tränen spritzen, sollten sie nicht ins Gehäuse innere dringen können, dort hat Wasser nichts verloren
Nee im Ernst, das ist echt schon ein nettes Teil, bei dem ich mich frage, wie die das für den Preis raushauen können... das Gerät ist weit mehr wert!
Herzliche Grüße,
Till