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Dienstag, 24. Januar 2012, 00:21

Vocal aufnahme ist sehr s betont was tun wenn desser nicht wirkt?

http://www.tonstudio-forum.de/database/6…ex.html?saved=1

dies ist eine vocal aufnahme von einem kumpel von mir wie man hört klingen die s wörter sehr betont was kann man dagegen tun wenn desser nicht wirklich was bringt? die aufnahme ist komplett unbearbeitet

2

Dienstag, 24. Januar 2012, 11:37

Ich habe mir zwar deinen Soundbeispiel noch nicht angehört, kann Dir aber gleich eine wichtige Bearbeitungsform auf den Weg geben.

Du solltest bevor du die Stimmen mit dem Deeser angehst, die Überbetonungen, mit Hilfe des manuellen Schnitts korrigieren.





Weißt du wie ich das meine?
Das ist um Grunde die einzige Möglichkeit eine Aufnahme vernünftig zu stabilisieren, wenn man es während der Aufnahme versäumt hatte. ;)

Erst danach sollte man solche Dynamik Werkzeuge einsetzen wie Desser, Equalizer, Kompressor usw.
Außerdem benötigt man auch einen sehr guten Desser um die S-Laute nicht zu zermalmen.

Gruß
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3

Dienstag, 24. Januar 2012, 19:22

antwort

versteh ich nicht wirklich manuelle schnitte ? mit dem thema hab ich mich noch nie befasst ich werd mal google dazu befragen schönen dank erstmal

4

Dienstag, 24. Januar 2012, 23:05

Man zerschneidet den aufgenommen Part mit der Schere in kleine Einzelteile, wie oben auf dem Bild.
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5

Mittwoch, 25. Januar 2012, 17:31

und dann ? bearbeitet man mit dem desser ? direkt die parts ohne die vst Kanäle ja?

6

Mittwoch, 25. Januar 2012, 19:00

Hallo!

Wie von Senior-Operator beschrieben bei problematischem Material erst die Vocalspur schneiden und die betroffenen Stellen Absenken.

Anschließend ein DeEsser-Plugin auf deine Spur legen und und den Eingriffsbereich einstellen.

Eine super Freeware-Variante findest du übrigens in "Spitfish". ;) Dort ist der Frequenzbereich sowie der genaue Tiefeneingriff super einstellbar. Zudem klingt er sehr natürlich.

So solltest du am Ende an dein Ziel kommen. Grundlegend gilt jedoch ein Mikrofon zu verwenden welches diesen Frequenzbereich nicht zu stark anhebt. Einer Sängerin die beim S zum zischeln neigt sollte kein Mikrofon bekommen welches dieses noch einmal deutlich unterstreicht.

Beste Grüße

mr-wave
Wer immer nur das tut was er bereits kann, wird auch immer nur das bleiben was er bereits ist.

7

Donnerstag, 16. Februar 2012, 09:29

Hey ich habe eine frage zu den manuellen Schnitt.

Wenn ich den manuellen Schnitt mache und die s laute runter ziehe das die leiser sind habe ich dann nicht lautstärke unterschiede

das es da bei der ein stelle laut ist und dann bei der andern stelle leise ist ?

8

Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:12

Diese Bearbeitung ist ja dafür da, um selber entscheiden zu können ob man eine zu leise S-Laute anheben möchte oder eine zu laute S-Laute absenken möchte. Du sollst ja auch nicht einfach alle S-Laute bearbeiten. Sondern nur die, die aus der Reihe tanzen.

Also die zu lauten absenken und zu leisen anheben. Weißt du wie ich das meine?
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9

Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:29

Ne nicht so genau was meine sie damit nur wenn die s laute aus der reihe tanzen soll ich das so verstehn nur die s laute schneiden und runter ziehn wenn die richitg stark sind oder wie?

10

Donnerstag, 16. Februar 2012, 14:16

Entschuldige für die Verwirrung. Ich hatte vorher zwei mal "Überbetont" geschrieben(jetzt korrigiert). Daher die Verwirrung.
Diese Bearbeitung ist ja dafür da, um selber entscheiden zu können ob man eine zu leise S-Laute anheben möchte oder eine zu laute S-Laute absenken möchte.
So ist es richtig :rolleyes:


War beim Schreiben noch nicht wach. ;)

Ist es jetzt etwas verständlicher. DU schneidest eine S-Laute wenn du sie zu unausgewogenen empfindest, also wenn sie zu laut oder zu leise für dich erscheint. Dann je nach Bedarf hebst du sie in der Lautstärke an oder senkst sie ab.

OK!?

Wenn ich den manuellen Schnitt mache und die s laute runter ziehe das die leiser sind habe ich dann nicht lautstärke unterschiede
Du solltest sie ja nur dann runter ziehen, wenn sie zu laut klingt. Die die ausgewogen sind, belässt du einfach so wie sie sind.
.
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11

Donnerstag, 16. Februar 2012, 22:19

Hey,

@senior operator:
Wo genau liegt der Sinn darin, die S-Laute vor der Bearbeitung mit einem DeEsser manuell abzusenken? Ein DeEsser macht nichts anderes als das, was du da vorschlägst, ausser, dass er Arbeit erspart... Macht das tatsächlich technisch einen Sinn?!

Grüße,
Till

12

Donnerstag, 16. Februar 2012, 22:38

Vielleicht kann auch ein Popp-Filter vor dem Mikrofon die übermäßigen S-Laute "lindern", bevor man "studiotechnisch" eingreift.
Gü-Mix

13

Freitag, 17. Februar 2012, 20:39

@ Till: ich meine es macht keinen Sinn, vorher die S-Laute zu schneiden. Ein guter DeEsser macht diesen Job immer besser und, wie du schon richtig sagst, viel zeitsparender. Ich habe sowas nur gemacht, wenn wirklich garnix ging. Manchmal gibt es ja Leute mit ner Rasierklinge an den Zähnen, die jeden DeEsser killen können.

Übrigens hab ich besonders bei Problemfällen in der letzten Zeit sehr gute Erfahrungen mit dem Hofa-EQ gemacht. Der hat vollparametrische Bänder, die dynamisch arbeiten können. Obendrein klingt der noch recht ordentlich. Ist aber keine Freeware.

@ GüMix: ein Popfilter bringt da nix. Wenn der Höhen absenkt würde ich ihn wegschmeißen! Das beste ist immer anderes Mikro testen, mit dem Besprechungsabstand experimentieren, oder Sänger zum Logopäden schicken biggrin Ist aber hinfällig, wenn die Aufnahme schon durch ist. ;)
guckst du hier: Teckiblog :D Tontechnik leicht erklärt

14

Sonntag, 19. Februar 2012, 21:28

@ GüMix: ein Popfilter bringt da nix. Wenn der Höhen absenkt würde ich ihn wegschmeißen!

Er soll ja keine Höhen absenken, sondern vielleicht die Zischlaute reduzieren. Ich wäre mir da nicht so sicher, dass er da keine Hilfe leisten kann.
Mit "Höhen absenken" wäre es sowieso nicht getan.

Gü-Mix

15

Sonntag, 19. Februar 2012, 23:58

Aber was sind denn Zischlaute? Schau sie dir mal auf nem Analyzer an: extreme Überhöhungen breitbandig ab 2-3kHz aufwärts, je nach Stimme. Okay, das sind noch die oberen Mitten. Reicht aber oft bis 6 - 8 kHz rauf. Deswegen fangen DeEsser ja auch ab da an zu arbeiten, bzw den Frequenzbereich ab 2-3 kHz aufwärts zu komprimieren.

Ein Popfilter soll nur die Luftstöße der Konsonanten P, T + K abfangen, weil die auf der Mikromembran nen Rumpeln erzeugen. Er soll keinen Klang verändern. Denn andererseits sind die o.g. Frequenzen in der Stimme für die Klarheit und Offenheit zuständig. Senkt man die permanent ab, wirds schnell dumpf und muffig.
guckst du hier: Teckiblog :D Tontechnik leicht erklärt

16

Montag, 20. Februar 2012, 07:29

Hey,

über die Frequenzen könnte man streiten, über die Popprobleme von t und k auch... problematisch sind eher p und b.

Aber S-Laute und Windschütze...
Ich glaube, die Überlegung von GüMix war die, dass das scharfe in den S-Lauten Luftverwirbelungen vor dem Mund sind, welche durch einen Filter, der den Luftstrom bremst, abgeschwächt werden können. Das geht aber leider nicht, da diese Luftverwirbelungen unmittelbar vor und hinter den Schneidezähnen auftreten, jedoch keine Luftstösse bilden, die der Filter abfangen könnte. Man müsste also den Filter in die Zahnlücken einweben, oder diese direkt zuspachteln.
Es gibt minderwertige Filter, die aufgrund der Höhendämpfung in der Tat die Problematik verringern können, aber dann klingt die ganze Stimme belegt... Also auch keine wirkliche Alternative!

Grüße,
Till

17

Montag, 20. Februar 2012, 10:40

Mein Reden!
guckst du hier: Teckiblog :D Tontechnik leicht erklärt