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Mittwoch, 1. Februar 2012, 13:45

Gitarreneffekte in Cubase nutzen?

Hallo,

ich habe mir neulich einen Boss RV 5 Digital Reverb und ein Boss DD20 Giga Delay zugelegt, welche ich momentan im Effektloop meines Gitarrenverstärkers benutze, um mein Gitarrensignal zu effektieren.

Meine Frage ist nun:Kann man Gitarreneffekte wie die oben genannten auch mit Cubase verwenden?

In der Anleitung des Boss RV 5 steht nämlich: "By plugging into "Input-B", you can have only the effect sound be output (the direct sound is not output)" . Darunter ist eine Zeichnung, die den Anschluss des RV5 an einen Mixer zeigt. Das müsste doch heißen, dass ich den RV5 auch an meine externe Soundkarte anschließen könnte und damit auch in Cubase als Hall Effekt nutzen könnte, oder?

Wenn dies möglich wäre, würde es sich denn qualitativ lohnen?Wären der RV5 oder das Giga Delay qualitativ besser, als die Delay Plug-Ins von Cubase?

Gruß

2

Mittwoch, 1. Februar 2012, 21:47

Ferndiagnosen sind immer etwas gefährlich.
Ich glaube mal, dass die Beschreibung nichts weiteres sagt, als dass der Output "B" ausschließlich das Effektsignal (ohne das Original-Signal) ausgibt, wobei es irretierend ist, dass von einem Input die Rede ist. Die Tatsache aber, dass Du von einem Anschlussbild an einen Mixer sprichst, lässt eher darauf schließen, dass es sich um einen Output des Geräts handelt.
Guck das bitte noch mal genau nach und wenn du kannst, poste doch mal ein Bild von dem Anschlussschema.
Wenn Du dich geirrt haben solltest - und es sich um einen Output handelt - dann wäre die Sache - wie oben gesagt - klar.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es damit als PlugIn für Cubase zu verwenden wäre.

Gü-Mix

3

Mittwoch, 1. Februar 2012, 22:08

Danke für Deine Antwort.

Hier das Anschlussschema:


4

Donnerstag, 2. Februar 2012, 17:49

Hallo,

das Schema zeigt es ganz gut. Dort sind zwei mögliche Verkabelungen dargestellt. Auf der einen wird die Einbindung des Effektgerätes an einen Verstärker gezeigt, die andere stellt die Anbindung als externes Effekt im Mixer dar. Und daher ergibt sich auch die Lösung, wie man das Effekt in Cubase einbindet. Du kannst es nicht als echtes "Plug-In" nutzen, aber mit folgendem Trick das Signal auf eine Spur legen. Dazu musst Du folgendes tun:

Die Verkabelung:

  1. Ausgang der Soundkarte (links od. 1) in den Eingang des Effektgerätes
  2. Output A und B mit zwei Kabeln in die beiden Eingänge Deiner Soundkarte (links und rechts od. 1 und 2)

Nun die Einstellungen in Cubase:

  1. Erstelle eine Mono-Spur mit dem originalsignal (meinetwegen eine clean aufgenommene Gitarre oder Gesang)
  2. Diese routest Du auf Ausgang 1 (oder links) Deiner Soundkarte
  3. Erstelle eine zweite Stereo-Spur, die als Eingangskanäle die Eingänge 1 und 2 (links und rechts) zugewiesen bekommt
  4. Nun spiele Spur 1 ab und nimm die neue Stereo-Spur auf
  5. Jetzt hast Du die Originalspur und eine Spur mit Effekt

Wichtig: Wenn Deine Soundkarte nur 2 Eingänge hat, musst Du zuerst die Originalspur aufnehmen und dann meiner Anleitung folgen. Hast Du eine 4-Kanal (oder höher) Soundkarte, kann mann das ganze auch "fest" verkabeln. Bei mir (6-Kanal-Soundkarte) habe ich den Kompressor auf ähnliche Art eingebunden. Wenn Du mir noch sagst, welche Soundkarte Du hast, dann mal ich Dir das noch mal auf :-).

Hoffe, das hilft Dir weiter. Gruß.

5

Donnerstag, 2. Februar 2012, 19:03

Hi,

danke für die Antwort. Du hast sehr gut erklärt.

Ich habe eine M-Audio Fast Track Ultra Soundkarte und hier mal ein Anschlussbild gemacht, damit Du Dir nicht die Mühe machen musst:

Das dürfte doch laut Deiner Beschreibung stimmen, oder?

Ich habe noch 2Fragen:
1.Kann ich den Effekt denn auch "vorhören"?Also ist er auch zu hören wenn ich die Stereo Spur nur abspiele, anstatt zu recorden?Und könnte ich während des Abspielens auch den Effekt in Echtzeit verändern?
2.Lohnt es sich qualitativ zum Beispiel den Reverb oder das Delay den Plug-Ins von Cubase (z.B. Reverence) vorzuziehen?

Grüße

6

Donnerstag, 2. Februar 2012, 20:31

Hallo,

na das ist doch eine gute Soundkarte bzgl. der Anschlussmöglichkeiten. Würde Dir dann nur empfehlen, statt Ausgang 1 den Ausgang 6 zu nehmen, da 1+2 meist für die Lautsprecher genutzt werden und Du dann nicht ständig umstecken musst. Das Gleiche gilt für die Eingänge. Nimm lieber 5+6, dann hast Du die wichtigen Mikrofonkanäle frei und kannst während dem Einsingen zwei Spuren Aufnehmen. Einmal clean (Spur 1) und parallel mit Effekt (5+6).

Zu Deinen Fragen:

1. Ja klar: Spur 1 abspielen, bei der "Effektspur" den Monitor aktivieren und Play drücken (statt Rec)
2. Das ist wie so oft Geschmackssache. Ich selbst habe die komplette UAD-2 Plattform (also wirklich alle Effekte) und trotzdem nutze ich manchmal den Boss Bodentreter (BC-2) oder sogar den Federhall aus meinem Yamaha THR10). Daher würde ich sagen, dass Dein Ohr entscheiden sollte. Das Boss Pedal ist sehr gut, viele VST Plug-Ins sind sehr gut, und da Deine Soundkarte ohne zusätzliche Kosten das Einbinden der externen Effekte erlaubt, spricht doch nichts dagegen, das auszuprobieren. Du kannst es ja einfach gegeneinander halten.

7

Donnerstag, 2. Februar 2012, 21:10

Ok, dann werde ich mal beide miteinander vergleichen, jetzt weiß ich ja wie es geht :)

Vielen Dank nochmals für deine Hilfe

Gruß

8

Dienstag, 13. März 2012, 15:58

FX Loop basteln

Hallo,

ich habe zu dem Thema jetzt ein passendes ähnliches Problem.

Ich habe nämlich vor meinen Gitarrensound in Zukunft mit Gitarrenemulationssoftware aufzunehmen, will aber nicht auf meine liebgewonnenen Gitarreneffektpedale verzichten. Deswegen habe ich versucht, mir einen "FX Loop" an meinem Recording Interface (M-Audio Fast Track Ultra) zu basteln, damit ich den Gitarrensound, der durch VST Plugins generiert wird, in Echtzeit mit meinen Effektpedalen modulieren kann.

Dazu bin ich wie folgt vorgegangen:
-Gitarre an Input 1 (Vorderseite) des Interfaces

-Output 5 des Interfaces-->Eingang Effektpedal (habe es mal nur mit einem Chorus Effekt ausgetestet)-->Ausgang Chorus-->Input 5 des Interfaces

-Dann habe ich einen externen Effekt in Cubase erstellt mit Send Output 5 und Return Input 5

-Dann habe ich eine Monospur erstellt und in Cubase wie folgt geroutet: Input 1 --> Stereo Out (in meinem Falle Output 1 und Output 2 des Interfaces)

-Dann habe ich Inserts auf die Monospur geschaltet: Insert1 TSE 808 (Tubescreamer (Booster) Vst Emulation)--> Insert 2 Lepou Lecto (Gitarrenampsimulation)-->Insert 3 Externer Effekt (also das Chorus Pedal)-->Insert 4 LeCab 2 (ein Programm zum Laden von Impulse Responses, also im Prinzip eine Gitarrenspeakersimulation)

Noch ein Wort zum Lecto:Dieser erstellt nur eine Art "Preamp" Gitarrenverstärkersignal, also hauptsächlich nur die Verzerrung und ist ohne die Impulse Responses nutzlos.Deswegen habe ich den externen Effekt auch hinter den Lecto und vor die Boxsimulation geschaltet, weil bei einem echten Gitarrenamp mit FX Loop, dieser ja auch eigentlich immer Zwischen Preamp und Endstufe geschaltet ist.

Nun zu meinem Problem:Wenn ich meinen externen Effekt mit dem Chorus Pedal eingeschaltet habe, war der Sound komplett weg. Dann habe ich im Software Control Panel des M-Audio Fast Track Ultra die Regler für Input 5 und Output 5 aufgedreht, aber dann habe ich entweder nur den Sound des Lectos gekriegt ohne Lecab und ohne Effekt, oder eine Art Brummen und Rückkopplung und manchmal sogar eine Art Piepston, der vom angeschlossenen Chorus moduliert wurde. Welcher von den eben genannten Fehlern auftrat, hing unter anderem auch damit zusammen, an welche Out bzw. Inputs ich den Chorus anschloss (ob an 3 oder 5 zum Beispiel).

Hat jemand vielleicht eine Ahnung was ich falschmache?

Ich wäre für Hilfe sehr dankbar und bin auch für Vorschläge, wie man die Gitarreneffekte vielleicht besser oder geschickter einbinden könnte offen.

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