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Dienstag, 27. März 2012, 19:06

tonstudio, gummi beilagscheieben?

hallo habe nur eine kurze frage

wir wollte einen entkoppelten raum im raum bauen, das Gerüst das wir entkoppeln legen wir auf solomerstreifen.
nun meine frage anfangs wollten wir das Gerüst kleben um keinen Metallkontakt zu haben, wir wissen das es möglich ist, doch so hundert Prozent bin ich noch immer ncht überzeugt(keine lust das mir iwann alles aufn kopf fällt :P) jetzt hab ich von diesen Beilagscheiben mit Gummi beschichtung gehört und wollte fragen was ihr dazu meint, ich würde in das Metall Gerüst ein etwas größeres loch bohren so das die schraube nichts berühren kann, ist das so möglich ist es schlechter oder besser als zu kleben, würd mich freuen wenn jemand einfach sein allrounder wissen raushauen kann zu diesem thema .
danke schon mal :)
gruß

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Mittwoch, 28. März 2012, 08:56

Hey,

was genau meinst du denn mit Kleben?! Ich kenne nur das Enkoppeln über Gummipuffer, die auf beiden Seiten fest mit den Räumen verbunden werden, oder aber dicke Stahlfedern, die Gummiummantelt sind. Für den günstigen Ausbau normale Trockenbauwände, die mit Akustikstoppband von Wänden und Decke entkoppelt werden. Aber ein Gerüst kleben?!

Hast du einen Link zu den Scheiben? Ich fürchte, dass es (wenn überhaupt) nur sehr wenig bringen wird, diese zu verwenden. Ich stelle mir die Teile so vor, dass da eine ganz dünne Gummischicht zur Isolation oder ähnliches drauf ist, aber keine, die dick genug wäre um anständig zu puffern... oder?!

Grüße,
Till

3

Mittwoch, 28. März 2012, 17:02

nein ich glaub du hast mich falsch verstanden ich hab mal schnell skizzen gemacht, hoff dadurch versteht man es besser was ich meine.

aber vorher noch wie meinst du das mit den stahlfedern im gummimantel? noch nie was davon gehört, ist glaub ich interessant :)?

bild 1. kleben






bild 2: schrauben





die beilagscheiben würde ich mir von diser firma herstellen lassen bortolazzi.ch | Gummi, zumindest den gummi, darauf würde ich noch eine gewöhliche metallbeilagscheibe legen.

das müsste doch eigentlich theoretisch funktionieren oder?
hoffe ihr könnt mir nochmal helfen :)

4

Mittwoch, 28. März 2012, 17:30

Schade nur, dass diese Bilder jetzt bei Imageshark liegen und nicht in unserer Galerie! :sorry2:

Wirklich schade, könntest du sie in unsere Galerie hochladen!?

Gruß
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5

Mittwoch, 28. März 2012, 17:43

habe sie in die galerie hochgeladen :)

6

Mittwoch, 28. März 2012, 23:54

Hallo snowblack,
ich habe bisher 3 verschiedene Lösungen für solche Probleme gefunden, wobei deine Variante die geringste Wirkung gezeigt hat. Das hing aber auch immer von der jeweiligen Ausführung ab. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, das der Boden aus Stahlbeton gefertigt ist. Und du willst eine "harte" Ankoppelung des Gerüstes mit dem Boden vermeiden. Dann ist die Idee mit der Unterlegscheibe aus Gummi schon grundsätzlich richtig. Allerdings empfehle ich da eine Eigenkonstruktion. Eine Gummiunterlegscheibe drückt sich einfach mit der Zeit kaputt. Die deutlich wirksamere Eigenkonstruktion sieht folgendermaßen aus:
Du bohrst das Loch durch das Metalgerüst ca. 4mm größer vom Durchmesser der Schraube. Jetzt folgt eine oder mehrere Lagen vom Dämpungsgummi in den Abmessungen von ca. 10x10 cm, versehen mit einem Loch in der Mitte, so daß die Schraube dadurch gesteckt werden kann. Auf diese Lagen Gummi folgt nun eine Lage Birkensperholz mit den gleichen Abmessungen und mit einer Dicke von ca. 21mm. Diese verwendest du als Unterlegscheibe. Als Schraube empfehle ich für so eine Konstruktion eine 10mm starke Maschinenschraube mit Sechskantkopf. Zwischen dem Schraubenkopf und der Sperholzplatte kommt noch eine überdimensionierte Unterlegscheibe aus Metall (damit sich die Schraube nicht unkontrolliert ins Holz reindrückt). Wenn du jetzt in den Bodendübel noch etwas Montagekleber reindrückst, so kannst du die Schraube nur soweit anziehen, bis die Resonanzen der Metallkonstruktion verschwinden. Nicht zu stark und nicht zu schwach. Du kannst das also richtig regulieren. Morgen früh habe ich etwas mehr Zeit, da kann ich noch eine Skizze folgen lassen.

Eine weitere Methode wäre die Verwendung von PU-Schaum. Dabei werden die Metallträger zum Boden und zur Decke ohne Gummi direkt verschraubt. Allerdings mit einem Abstand von 5-10 mm, welchen du durch die Verwendung von Holzkeilen bestimmst. Jetzt wird der Abstand zur Decke und zum Boden einfach mit PU-Schaum ausgefüllt. Nach dem aushärten des Schaums entfernst du einfach die Keile und die Schrauben!!. Fertig. Hält.

Die professionelste Methode wäre die Verwendung von Dämpungsschrauben, bzw. Unterlagen. Diese werden für zum Teil tonnenschwere Messysteme verwendet, um diese gegen Erdschwingungen und auch Erdbeben abzusichern. Dies erfordert jedoch genaue Kenntnisse über die Gesamtmasse deiner Kabine, weil die Füße dementsprechend dimensioniert werden. Und natürlicj brauchts auch einen dicken Geldbeutel.... 8)
“Rudy Van Gelder is, quite simply, the greatest recording engineer in jazz history.” Steve Huey

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Mittwoch, 28. März 2012, 23:59

Hey,

so wie du die Skizze gemacht hast, kenne ich es auch. Das meinte ich mitm Gummipuffer (Akustikstopp)! Jetzt kann ich mir vorstellen, was du mit den Scheiben meinst... Ja, das funktioniert! Rein Kleben würde ich die Solomerstreifen auch nicht. Das würde die Wand recht instabil werden lassen. Mit solchen scheiben und Senkkopfschrauben (dann muss das Loch nicht so arg viel größer sein) klappt die Entkoppelung sehr gut.

Die Federn kannst du dir glaube ich aus dem Kopf schlagen. Das ist eine Variante, die in wirklich großen Studios oder Funkhäusern verwendet wird. Es ist nahezu unbezahlbar! In diesem Fall werden besagte Federn am Boden fixiert und der neue Boden wird draufgelegt. Die Wände werden dann auf den neuen Boden moniert. Die Decke kommt dann ebenfalls mit diesen Federn, von der Ursprungsdecke entkoppelt, obendrauf. Zwischen den originalen und den neuen Wänden liegt lediglich gängiges Dämmmaterial. Da das aber nicht nach dem herkömmlichen Trockenbauprinzip gebaut wird, sondern mit recht massiven Materialien, überstiegt das wohl dein Budget um ... 100.000€?!

Dein Plan ist gut und funktioniert bei sauberer Bauweise super! Das alles sauber verbaut wird, ist jedoch sehr sehr wichtig. Jede Lücke kann deine Wände kaputt machen!

Grüße,
Till

edit: der Tipp zur Eigenbauweise der Unterlegscheiben von Suedalpler ist goldwert! Das ist klasse! Der einzige Punkt, wo ich zweifel habe, ist die Verwendung von PU Schaum ohne Schrauben! An eine Wand sollte man sich anlehnen können... nicht nur eine Person, sondern auch ein schweres Case und zwei Personen oder ähnliches. Ich hätte da in die Konstruktion kein Vertrauen!

8

Donnerstag, 29. März 2012, 08:11

vielen dank für die antworten sind echt super!

ich werde es dann so machen wie es suedalper beschrieben hat, ich würde mich noch sehr über die skizze freuen wenn es möglich wäre, damit ich auch nichts falsch mache.
vor allem das mit dem 10x10 Dämpfungsgummi, mein Gerüst ist gar nicht so breit, also entweder hab ich was missverstanden und wenn nicht dann meine frage ob ich den Gummi auch kleiner machen kann?

@trippleheadshot
auch erstmal danke, klingt aufjedenfall interessant und werd ich mir gleich kaufen und einbauen lassen wenn ich morgen in Lotto gewinne, derzeit muss 1/10 davon reichen :P

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9

Donnerstag, 29. März 2012, 08:19

Hehe, das dachte ich mir ^^

Die Gummischeiben können auch kleiner als 10x10 sein. Sie müssen halt in deine Unterbaukonstruktion passen. Wenn du standart Aluprofile nutzt, wirst du wahrscheinlich 75er Profile haben und musst die Dämpfungsgummis an die Breite anpassen.
Viel Spaß beim Bauen! Poste doch mal dein Ergebnis, wenn du fertig bist!

Herzliche Grüße,
Till

10

Donnerstag, 29. März 2012, 12:30

Hallo zusammen,
hier die Skizze.

Es folgt noch ein Upload in die Galerie. Dafür muss ich das noch etwas bearbeiten.
»Suedalpler« hat folgendes Bild angehängt:
  • Schraubenkonstruktion.jpg
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11

Sonntag, 1. April 2012, 19:22

danke danke danke:) genau so werde ich es machen :)

noch eine frage zum Birkensperholz, is das diese mehrschichtige holzplatte, oder eine sparnholzplatte, weil eine sparnholzplatte habe ich im baumarkt nicht gefunden?
oder ist das eigentlich insgesamt nicht wichtig welche platte es ist, birke ist eben sehr hart und stabil deswegen denk ich das du es hernehmen würdest ?

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12

Sonntag, 1. April 2012, 21:41

Hey,

Birkensperrholz (Birkenmultiplex) besteht aus mehreren dünnen Schichten Holz, die miteinander verleimt sind. MDF (mitteldichte Faserplatte) oder Pressspan (Spanplatte) sind nicht so gut geeignet, da das Material unter hohem Druck, wie wenn z.B. die Schraube fest angezogen wird, nachgibt und leichter ausreisst als Multiplex. Pressspan und MDF sind für deinen Zweck also eher ungeeignet.

Grüße,
Till

13

Montag, 2. April 2012, 12:37

Hallo zusammen,
endlich etwas Zeit...
hier noch einige Details: wie Till schon richtig bemerkte, soltte es richtiges Birkensperrholz sein. MDF ginge zur Not auch. Jedoch kein Pressspan und auch kein Vollholz. Und schon gar nicht Fichte/Tanne. Das würde, übrigens genauso wie Pressspan, den punktuellen Druck der Schraube nicht halten können und einfach der Faserung nach durchbrechen. Ob jetzt 10x10cmm oder 7x7cm spielt dabei nicht eine so große Rolle. Eben so groß wie es nur geht. Wenn da nur 7x7 oder 6x6cm reinpassen - auch ok. Jedoch sollte man wissen, das je kleiner die Kontaktfläche ist, der Anpressdruck dann dementsprechend größer sein muß, und damit die Wirkung nachläßt.

Diese Methode funktioniert überall da, wo es auf eine Trittschallentkoppelung ankommt. Also auch für Wand- oder Deckenaufhängungen. Von kleinen Geräten - wie z. B. Schleifmaschinen oder auch brummenden Endverstärkern - bis hin zu großen Maschinen oder Konstruktionen (wie halt in diesem Fall die Gesangskabine).
Eine modifizierte Skizze habe ich nochmals in der Galerie abgelegt.



Noch eine Anmerkung zum Vorschlag mit PU-Schaum: Gedacht war dies für Selbstragende Konstruktionen. Nach meinem Vorschlag wäre die Kabine also zwischen Decke und Boden auf diese Weise eingeklemmt. Ist dann die Konstruktion der Kabine in sich stabil, dürfen sich auch einige Rocker gegenseitig gegen die Wand schmeissen - da passiert nichts. Obwohl eine Gruppe Hells Angels zerlegt dir so ziemlich alles.... 8)

Und die "teure" Variante von Till entspricht in etwa der Lösung für große Messgeräte in der Forschung. Ist in etwa auch der gleiche Betrag für fällig.....

Und nun viel Spass beim bauen... ;)
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14

Montag, 2. April 2012, 14:44

ok danke danke danke, nun is für mich alles geklärt :)

bald wird es dann auch losgehen ich poste dann unseren fortschritt, und vllt werde ich noch ein paar fragen haben.

ansonsten bis dann!

15

Montag, 2. April 2012, 15:06

Schiss so viele Fotos wie du nur kannst.
Dann können wir den Fortschritt hier sehen und dokumentieren.

Gruß
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