Hey,
3D Soundkarten sind Konsumergeräte. Das 3D steht für die dreidimensionale Audiowiedergabe, also Mehrkanalton, z.B. 5.1 Surround. Mit professionellem Recording oder Pro Tools haben diese noch weniger zutun als USB-Mikrofone.
USB-Mikrofone wurden für Reporter entwickelt, die z.B. im Ausland einen Beitrag für den Hörfunk oder das Fernsehen im Hotelzimmer fertigstellen müssen und keine Möglichkeit haben ein Synchronstudio zu benutzen wie es in Kriesengebieten oft der Fall ist. Für diese Zwecke sind sie in der Regel auch voll ausreichend. Für eine professionelle Musikproduktion waren diese Mikrofone jedoch nie vorgesehen und sind dafür auch nur bedingt geeignet. Das Problem der Asiotreiber wurde hier bereits angesprochen. Die meissten Sequezer haben Probleme, wenn Interfaces unterschiedlicher Hersteller gleichzeitig verwendet werden sollen, was in deinem Fall ja so wäre. Das eine Interface wäre das USB-Mikrofon selber, das andere der verbaute Onboardchip (oder eine weitere Karte) um dein Audiosignal entweder auf den Kopfhörer oder deine Monitore zu geben. Sollte dein Sequenzer die Verwendung mehrer Soundkarten akzeptieren, bekommst du aber spätestens dann Probleme, wenn es um Latenzen geht. Die
Latenz sollte immer möglichst gering sein, denn sonst sagst du z.B. "Hallo" und auf dem Kopfhörer kommt das gerade gesprochene "Hallo" um viele ms, wenn nicht sogar Sekunden später zurück. Das irritiert natürlich und macht eine Arbeit mit Musik unmöglich, da man so nicht in der Lage ist, timinggenau zu Singen/Rappen/Sprechen. Vermeiden lässt sich diese Phänomen mit sogenannten Asio-Treibern, die auf das jeweilige Interface zugeschnitten sein sollten. Leider lassen sich in diesen Sequenzern nicht mehrere Asiotreiber simultan verwenden, sondern immer nur einer gleichzeitig. So wirklich funktionieren wird das also mit deinem USB-Mikrofon nicht.
Mit einem Headset geht das dann schon eher, da sowohl der Mikrofon- als auch der Kopfhörer Anschluss des Onboardchips genutzt wird und somit als "ein Gerät" den selben Asiotreiber nutzt. Qualitativ ist das jedoch unter aller Kanone. Das mit einem guten Mastering oder Mixing die Qualität anschließend gut wird, ist ein Gerücht und absolut nicht wahr! ... oder aber die Aufnahme mit der verglichen wird ist kaputt und extremst schlecht!
Ich sehe natürlich, genau wie du, den preislichen, als auch Platztechnischen Vorteil der USB-Mikrofonlösung. Du handelst dir bei deinem Vorhaben jedoch so viele Probleme ein, dass der Plan eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Das hat aber nichts mit Fame zutun. Die Mikrofone sind natürlich nicht die besten, aber wenn man ehrlich ist, ist immder das Mikrofon am das Beste, das man gerade da hat!
Grüße,
Till