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Dienstag, 3. Januar 2012, 22:47

Kurzbeschreibung

Kurzaufsatz über die erforderlichen Komponenten und Überlegungen zur Einrichtung eines PC-basierten Heimstudios.

Artikel

Einrichtung eines PC-basierten Heimstudios
(Kurzaufsatz von Gü-Mix, Oktober 2011 und bearbeitet Januar 2012)

1 Vorwort:
Häufig wird gefragt, welche Komponenten für die Einrichtung eines Heimstudios gebraucht werden. Manchmal werden Komponenten genannt, die bereits vorhanden sind oder angeschafft werden sollen, weil sie bereits in die engere Wahl gezogen wurden. Dann beziehen sich die Fragen oft auf notwendige Ergänzungen.
Heutzutage besitzen viele Menschen einen Computer und angsichts des „MP3- / YouTube-Zeitalters“ liegt die Versuchung nahe, selbst Aufnahmen produzieren und diese eventuell einer "WEB-Öffentlichkeit" vorstellen zu wollen. Diverse Freeware-Angebote tragen dazu bei, dies mit wenigen Mausklicks realistisch erscheinen zu lassen. Dieser Kurzaufsatz soll grundsätzlich nahebringen, welche Komponenten (Hard- und Software) und Überlegungen erforderlich sind, eigene Produktionen herstellen zu können.

2 Grundprinzip:
„Mittelpunkt“ der Anlage wäre ein Computer, egal ob Desktop oder Laptop. Er stellt die notwendigen Speicherkapazitäten für die Audio-Aufnahmen zur Verfügung. Für die Kommunikation zwischen der (hörbaren) Audiowelt und dem PC ist ein „Interface“ erforderlich, wie z.B.eine Soundkarte oder ein externes Gerät (z.B. Interface mit USB- oder FireWire-Anschluss). Ein solches Interface „vermittelt“ zwischen Audiowelt und Computer-Daten in beide Richtungen (Aufnahme und Wiedergabe). Ein Interface (in welcher Form auch immer) ist daher unbedingt erforderlich.

3 Sequenzersoftware:
In einem Tonstudio müssen Ein- und Ausgangssignale gemischt und bearbeitet werden können. Dies wurde früher über ein analoges Mischpult und diverse Effekt- und Mastergeräte erledigt. In PC-basierten Anwendungen bieten sich hier Softwarelösungen an, die man unter dem Begriff „Sequenzersoftware“ zusammenfassen kann. Preislich liegen diese weit unter dem Investitionsbedarf früherer Studioausstattungen und machen den Traum von einem eigenen Studio für Jedermann überhaupt erst realistisch. Gleichzeitig sind sie im professionellen Bereich auch Standard geworden. Eine Sequenzersoftware ist für den Betrieb eines "PC-Studios" unabdinglich.

4 Weitere Komponenten:
Neben dem Computer, Interface und einer Sequenzersoftware werden zum Betrieb eines PC-basierten Studios noch weitere Komponenten benötigt, nämlich mindestens ein Aufnahmemikrofon, falls akustische Signale (z.B. Gesang) aufgenommen werden sollen, und wenigstens eine einfache Abhörmöglichkeit. Kopfhörer zur Abhöre stellen das absolute Minimum dar. Besser und empfehlenswert sind aktive Studiomonitore, bei denen es sich um Lautsprecher mit eingebauten Verstärkern handelt, die direkt an das Interface angeschlossen werden.

5 Räume:
Im Idealfall benutzt man für die Aufnahme und Wiedergabe (Abmix / Mastering) zwei separate Räume. Wenn diese nicht zur Verfügung stehen, geht es auch in einem Raum. Diese Räume bedürfen in den meisten Fällen einer physikalischen Anpassung in aktustischer Hinsicht, da zumindest Reflexionen zu vermeiden sind, die insbesondere dann auftreten, wenn „Extraräume“ (z.B. im Keller) dafür eingerichtet werden, die mangels Mobiliar, Teppich, Bücherregalen, Tapeten pp. (ähnlich einem Badezimmer) angesichts ihrer glatten Wänden, Decken und Böden wie Hallräume klingen. Diese Unzulänglichkeiten können durch bauliche Maßnahmen minimiert werden.

6 Nachwort:
Ich hoffe, dass dieser Kurzaufsatz denen behilflich ist, die sich mit dem Thema „PC-Heimstudio“ erstmalig beschäftigt und noch keinerlei Vorstellung haben, welche Komponenten sie grundsätzlich benötigen. Dass es viele Detailfragen in der Ausgestaltung einer entsprechenden Studioeinrichtung gibt, ist hier - der Kürze halber - bewusst unberücksichtigt geblieben.

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