Hier möchte ich auf ein tolles EQ-PlugIn (VST) hinweisen;
ReaEQ
V 0.75
von Cockos Incorporated
Download (Freeware)
Das Beste an diesem EQ ist, dass es sich um ein Freeware-Programm handelt und uneingeschränkt in der32bit-Float Auflösung arbeitet.
__Hersteller-Reklame__
+ Unlimited band IIR based equalizer
+ Support for any number of many types of filters (shelfs, bands, LPF, HPF, notch, bandpass, allpass)
+ Frequency response and phase response display
+ Display of approximate note+octave for frequencies
+ Per-band bypass control
+ Full-view of graph optional for precise editing
+ Mouse modifiers/mousewheel usable for editing bandwidth of points in graph
__Erfahrung__
Vorweg, das Ding wird ab sofort einige feste Plätze in meiner Mastering-Kette haben und STEINBERGs "Q" ablösen.
Das Handling ist außerordentlich einfach und durchschaubar. Die Kontrolle ist sofort gegeben, vor allem, da jede Parameteränderung graphisch angezeigt wird – "das Auge mastert schließlich auch mit…".
Ich nutze meist ~3 EQ´s;
- Störsignalunterdrückung
- (geschmackvolle) Klanganpassung
- Roll IN + OUT
Zu 1. Letztens hatte ich eine Live-Aufnahme, bei der der Gitarrist eine 50Hz-Brummschleife einbrachte. Ein schöner Test, da dieser Bereich besonders Fundamental vor dem Roll IN liegt und sensibel/chirurgisch Bearbeitet werden muss. Schmalbandigkeit ist hier besonders gefragt. Hier ist der ReaEQ erstaunlich punktuell und genau vorgegangen.
Zu 3. Das Roll OUT war schnell erledigt und hat mich sofort begeistert.
Wie unter (1.) beschrieben, beschneide ich erst ab ~40Hz abwärts, natürlich möglichst Steilflankig. Um ein sehr gutes Ergebnis zu bekommen, bedurfte es schon eine menge Fummelei. Ich hatte schlussendlich 3 Bänder überlagern müssen – aber es geht. Das ging vor allem mit dem Bandwidth-Regler, den ich als Resonanz-Generator ein wenig missbrauchen konnte. Ob gewollt oder nicht – tolle Funktion von ReaEQ.
Zu 2. Hier geht der ReaEQ sehr nüchtern, sachlich und sauber ans Werk. Geschmackssache, aber mir gefällts, da ich noch mit dem endorphin-PlugIn in der Mastering-Kette arbeite. Und wenn die Wärme immer nicht reicht, kann noch ein weiterer "Röhren-Wohlfühlwärme-Macher" BootEQ mkII v2.2.1 eingeschliffen werden.
__Sonst__
Überhaupt scheint mit die ganze Rea-Familie (Freeware) spannend zu sein; "ReaPlugs VST FX Suite".
__Sience Fiction__
Als nächstes schaue ich mir den ReaDelay genauer an. Wenn es dann doch ein künstlicher Raum sein muss, arbeite ich z.Z. mit dem "NaturVerb" von STEINBERG – Natürlichkeit ist aber was anderes.
