Mir vorliegend, der BuzMaxi 3, V1.3, Freeware, ist ein Kombi-PlugIn, bestehend aus
Limiter, Brickwall-Limiter, Maximierer, Spektrenanalyse und VU-Meter.
Vorab eine kleine Exkursion in die Grundaufgaben dieser Werkzeuge
Das geflackere der beiden Anzeigen kann man getrost mit den Schaltern [SPECTRUM] und [METERS] "off"-schalten. Da gibt es effektivere Lösungen.
Ein Limiter
hat die Aufgabe alle Audio-Signale die über einen eingestellten Wert kommen, Bsp: 0dB rigoros abzuschneiden. Diese wichtige Massnahme verhindert das Übersteuern des Signals, was bei digitalen Signalen zu erheblichen Klangstörungen führen kann. Der
Limiter wird als Schlusslicht einer PlugIn-Kette eingesetzt um leichte, gelegentliche Signal-Spitzen unter kontrolle zu halten.
Leider kann es bei der internen Umrechnung im D/A-Wandler, Bsp. des CD-Players, trotzdem zu "Überschwingungen" kommen. Um diesen Fehler aus zu schalten gibt es 2 Möglichkeiten;
1. den
Limiter statt auf 0dB auf ca. -0,5 dB zu setzen oder
2. einen Brickwall-Limiter
einzusetzen. Dieser berechnet die o.g. "Überschwingungen" im Voraus und korrigiert diese schon im Vorfeld. Ein guter Brickwall könnte somit bedenkenlos auf 0dB eingestellt werden. Somit ist ein Brickwall ein besserer Limiter!
Mit dem BuzMaxi3 habe ich in den letzten Wochen gute Erfahrungen gemacht, stelle ihn aber trotzdem auf [OUT CEILING] "-0,1"dB ein. Hier hat sich die Schalterstellung [MODE] "Aggressiv" bewährt.
Der Maximierer (der Lautheit)
macht Sinn, wenn man das Audio-Signal, Bsp. Radio- und Pop-Orientiert, "verwursten" möchte/muss.
Durch [MAKE UP] (Anzeigewert in [dB]), wird das gesamte Audiosignal gleichmäßig angehoben. Erreichen die Spitzenwerte den maximal eingestellten Ausgangswert [OUT CEILING], werden die lautesten Spitzen (Volumen, Amplituden) abgeschnitten.
D.h. je weiter das Signal angehoben wird, umso lauter/voller klingt das Grundsignal. Leider wird somit gleichzeitig die
Dynamik eines Musikstücks erheblich reduziert. Die Amplitudenkurve ist weniger gezackt und sieht nach einer gleichmäßige "Wurst" aus.
Gräßliche Bsp. gibt es täglich zu Hauf, hat aber bei klanglich, minderwertigem Signal-Inhalt wie Sprache in analogen Radio-Funk-Übertragungen seine Berechtigung. Der Radiosender benötigt eine geringere Ausgangsleistung um die gleiche Ausbreitungs-Reichweite zu erreichen.
Das Maximieren wird gerne verwendet, um schlechten bis mittelmäßigen Musikstücke mehr "Pep" und Druck zu verleihen.
Die negativen Folgen sind;
- Dynamikreduktion
- Aufhebung der Musiker-Positionierung
- Aufhebung des Vorder- und Hintergrund. Bsp. das Einatemgeräusch des Sängers ist genau so laut zu hören wie der nachfolgende "normallaute" Gesang und der begleitend Flügel.
- Raumklang-Verluste
- schnell Abhörermüdung
- REALITÄTSVERLUST – bis zur völligen Gleichgültigkeit
Alternative zum Maximieren der LAUTHEIT
Beim Einsatz als Maximierer kann der BuzMaxi3 durch die Schalterstellung [MODE] "Smooth" das aller schlimmste verhindern.
Alternativ zu einem Lautheits-Maximierer, der Spitzensignal einfach weg schneider, schlage ich eine Reihenschaltung von 2 Kompressoren vor. Das Signal wird ähnlich dicht, aber nichts weg genommen. So wie es Sascha Eversmeier in seinem
Kompressor BLOCKFISH v1.1 , mit dem Schalter [complex] umgesetzt hat. Ein witziger/kraftvoller Effekt, der aber extrem schnell zum Pumpen neigt.
Aber --- Mastering-Ingenieure sind ja "von Hause aus" extrem sensibel veranlagt...
- Autor: fbT
- Stand: 17.08.11