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VST-PlugIn +++ endorphin +++ Fehleranalyse, Besprechung 2

Bewertung:

Von fb-T, Mittwoch, 17. August 2011, 20:58



NACHTRAG meiner 1ten endorphin-Besprechung
+++ Erfahrungsbericht mit dem Kompressor-PlugIn "endorphin" +++

Ein Kompressor ist ein Kompressor ist ein Kompressor...
--- A-Ja ---
Was ein Komp. machen sollte ist den engagierten Audio-Veredler klar – auch was er nicht machen sollte: "massiv den Klang beeinflussen!".

VORGESCHICHTE

Mich fasziniert immer noch die Transparenz und die lebendige Spritzigkeit des endorphin, daher habe ich wieder mal sehr intensiv mit diesem gearbeitet. Leider dämpft der endorphin den Hochtonbereich (endorphin "high-Band", ab ca. 1,2kHz) mit dem Anstieg des Quell-Signals.



Nach stundenlangem(!) lauschen, beobachten (über den Voxego SPAM 2.x) und analysieren eines weißen Rauschsignals – Gott sei seinen Ohren und seinem Hirn selig – komme ich zu Einschränkung meiner 1ten "endorphin" (V1.1, von S.Eversmeier) Euphorie; der "endorphin" hat eine Macke – und zwar gewaltig! Alles nur auf die "analoge" Charakteristik zu schieben greift zu kurz.



TABELLEN-LEGENDE


° [dB] ... Lautstärke/Volumen/Amplitude
° [db] ... Differenz zum Quell/Original-Signal
° (+) ... lauter zum Quellsignal

TESTAUFBAU

° [Rauschgenerator]->-[Volumen/Level]->-[endorphin]->-[SpektrenAnalyse]->-[Ausgang]
alternativ zum endorphin wurden zur Referenz andere Komp´s eingesetzt, u.A. Kjaerhus Audio Classic Compressor V1.17 (Achtung: der häng sich und WL6 gelegentlich auf), ReaXcomp-Standalone (c)2010 und digitalfishphones BLOCKFISH Kompressor V1.1
° immer beide "Comp"-Werte gleich
° Mittelwerte von low= 100Hz und high= 10kHz entnommen)
° weißes Rauschen, 32bitFlow/44,1kHz, generiert von Steinberg WL6
° Testlevel 1= -20dB, 2= -6dB, 3= 0dB
° zur Vereinfachung ist der SPAM auf eine Blockgröße von 64 gesetzt
° endorphin: In, Out, de-comp/sat, beide mix = 0 // attack= 1ms // release= 20ms // stereo

URSACHE

Nach meiner Analyse lässt das o.g. Phänomen auf die Ursache schließen, dass unterschiedlichen (falschen) Verstärkungsalgorithmen nach der High/Low-Splittung, um die Trennfrequenz von 1,2kHz eingesetzt wurden.

KOMPENSATION

Man kann die extremen Auswüchse mit einem leichten Attack (5-10ms), Release (100-200ms), Sättigung/sat (20-40) und vor allem dem anheben des mix/high (+ 2-3 dB) gegenüber dem mix/low (0dB) korrigieren.

FAZIT

Wenn man damit umgehen will, kann es immer noch ein interessanter und sehr eigenständiger Komp sein.
Beide Algorythmen haben ihre besondere Berechtigung. Das trifft aber für das gesamte Frequenzspektrum 0-25kHz zu. Ich hätte mir gewünscht, dass die Trennung der beiden Bänder aufhebbar ist. Somit hätte ich eine Entscheidungsfreiheit. Jetzt kann ich mich nur für oder gegen den endorphin entscheiden... SCHADE

ERSATZ

Wer, wie ich, den wunderbar warmen und transparenten Sound des endorphin vermisst, sollte sich aus gleichem Haus den BLOCKFISH Kompressor V1.1 (auch aus 2002, Freeware) näher anschauen. Hier gibt es keine unnötige Frequenz-Trennung. "Low/Air"-Komperator am besten aus lassen und "stereo" ein schalten. Dieser ist aber als reiner Stereo, ohne m/s-Band-Komp, programmiert.

"MEIST IST DAS EINFACHSTE AUCH DAS BESTE!"

  • Autor: fb-T
  • Stand: 16.08.11

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Kategorien: Testberichte

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